Während Oldenburg in Biene spielt, …
So ganz bewahrheitet hat sich diese Strophe aus dem allseits bekannten Lied leider nicht. Doch nun von Anfang an. Am frühen Samstagmorgen traf man sich zur Abfahrt des Busses am Stadion. Rund 50 engagierte und unterstützungsfreudige Anhänger fanden sich für die Reise in den Osten zusammen, welche sich für die Anreise mit dem Bus der Szene Meppen entschieden.
Kurz vor Magdeburg traf man sich auf einem Rastplatz mit dem zweiten organisierten Bus, sodass man gemeinsam in die Stadt einfuhr und recht bald am Stadion eintraf. Die MMDC-Arena (Fassungsvermögen 27.250 Zuschauer) wurde auf dem Standort des alten Ernst-Grube-Stadions erbaut und trotz des relativ modernen Aussehens, fand man ein sehr schmuckes und einladendes Stadion vor. Man bezog relativ zügig Position im Gästeblock, da man vom Ordnungsdienst mehr oder weniger großzügige Freiheiten in Sachen Bannerplatzierung erhalten hatte. Bis zum Anpfiff konnte man etwa 130 Meppener Anhänger zählen, unter Ihnen Delegation aus Emden und Flensburg.
Der Block U war nur zu Beginn des Spiels im Stadion, um ein Spruchband zu Ehren eines kürzlich verstorbenen Mitglieds des 1. FCM („Ich mag Hühnchen ohne Reis, den FCM und nicht Carl Zeiss! Ruhe in Frieden Keckitsch“) zu präsentieren. Mit Anpfiff verließen die Magdeburger geschlossen den Heimblock, um ihren Boykott durchzuziehen. Um es positiv zu formulieren: Sie verpassten absolut nichts. Es war ein zerfahrenes Spiel und arm an Torraumszenen, welches in einem 0:0 endete. Einzig sehenswert war ein Handstand-Hacken-Tor des Ersatzkeepers Max Beckmann in der Halbzeitpause. Supporttechnisch zeigte man sich heute von einer guten, jedoch nicht unbedingt besten Seite. Man erreichte größtenteils eine sehr gute Lautstärke, hatte aber immer wieder leichte Hänger in der Motivation, wofür das Spiel sein Übriges tat. Schnell wurde einem klar, dass mit so einer Leistung weder der FCM noch Meppen zum oberen Viertel der Tabelle gehören. Im Verlauf der zweiten Halbzeit wurde auf unserer Seite noch etwas Rauch mit Blink-Bengalen eingesetzt, welche diese Auswärtsfahrt krönen sollten. Das Spiel endete 0:0, so hatte man auswärts wenigstens einen Punkt gegen das bisher heimsieglose Team des 1. FCM geholt.
Nach dem Spiel kam es auf dem Parkplatz vor dem Stadion zu Sichtkontakt mit einigen Magdeburgern, ein kurzes Laufspiel wurde aber durch die Polizei unterbunden. Die Rückfahrt verlief im Allgemeinen sehr entspannt und ruhig und man traf gegen 22 Uhr wieder in der Kreisstadt ein.
Um einen Ausblick auf die kommenden Wochen zu geben, wird man nun am Freitag gegen den Nachwuchs aus der Hauptstadt ein Flutlichtspiel zu sehen bekommen. Am darauffolgenden Sonntag steht die vorletzte Auswärtsfahrt der Saison und die letzte in den Osten statt: Der VFC Plauen lädt zum Gastspiel ein. So etwas wird man die nächsten Jahre sehr wahrscheinlich nicht wieder bekommen, also sollte man sich dazu aufraffen und unseren geliebten Sportverein auch in die weite Fremde folgen!
NUR MEPPEN!